Fakten

  • 40% der Autofahrten sind kürzer als 5 km
  • das Mehr an Bewegung durch regelmäßige Fahrradnutzung führt zu einer Senkung der Gesundheitskosten um bis zu 1.300 Euro pro Person und Jahr
  • 9 Euro beträgt der gesellschaftliche Nutzen pro 10 Kilometer in der Stadt, die mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren werden
  • Österreich hat eines der dichtesten Autobahnnetze in der EU. Dennoch werden weiterhin Milliarden für neue Schnellstraßen-Projekte verplant.
  • Radfahren fördert die eigene sowie die allgemeine Gesundheit
  • Mit 26 Kilometer Autobahn und Schnellstraße pro Million Personen liegt Österreich im EU-Vergleich an dritter Stelle.
  • Luftschadstoffe und Lärmemissionen werden durch Radfahren vermieden
  • Die Bundesländer Österreichs geben im Schnitt nur 2,6 Euro pro Person und Jahr für den Radverkehr aus.
  • Oberösterreich gibt heuer für die Erhaltung der bestehenden und den Bau von neuen Landesstraßen 88,6 Euro pro Person aus. Für den Bau von Autobahnen werden in Österreich in diesem Jahr 107,1 Euro pro Person ausgegeben.
  • Nicht Radfahrende nehmen Autofahrenden den Platz, sondern Autofahrende einander. Der VCÖ schätzt die Staukosten, die ein einziges Auto durch tägliche Fahrten verursacht, auf bis zu 2.800 Euro pro Jahr. Laut dem deutschen Autofahrenden-Club ADAC macht an Einkaufssamstagen allein das Parkplatzsuchen bis zu drei Viertel des gesamten innerstädtischen Straßenverkehrs aus.
  • Allein die Gesundheitskosten, die durch den Straßenverkehr entstehen, machen laut VCÖ fast 1,4 Mrd. Euro pro Jahr aus.
  • Auf der Fläche, die ein Auto zum Parken braucht, können mindestens acht Fahrräder stehen.
  • Ein Fahrradparkplatz ist laut Verkehrsministerium schon um ca. 100 Euro zu haben, während ein Kfz-Stellplatz 3.000 Euro kostet. Für einen komfortablen Zweirichtungsradweg rechnet die Wiener Magistratsabteilung 28 mit 220.000 Euro pro Kilometer. Eine Straße mit zwei Fahrstreifen kostet pro Kilometer 1,1 Mill. Euro.
  • Die Errichtungskosten von Verkehrsinfrastruktur sind meist geringer als ihre Erhaltungskosten: Bei Brückenbauten verursacht die Errichtung nicht einmal die Hälfte der Gesamtkosten.
  • Das Verkehrsministerium hält ausdrücklich fest: „Es ist unbestritten, dass ein Mehr an Radverkehr langfristig erhebliche Einsparungen bringen kann.“
  • Radfahren bringt Kostenersparnis sowohl privat als auch volkswirtschaftlich
  • Im Schnitt gibt eine Gemeinde in Österreich zehn Prozent ihres Budgets für Straßenbau, Erhaltung und Betrieb aus.
  • Das deutsche Umweltbundesamt schätzt, dass durch eine Forcierung des Alltagsradverkehrs 6 bis 11 Prozent der gesamten CO2-Emissionen des werktäglichen Personenverkehrs eingespart werden könnten.
  • Österreichs Straßenverkehr verursacht Kosten von rund 16 Milliarden Euro jährlich – gerade einmal die Hälfte davon ist durch Einnahmen gedeckt.
  • Das österreichische Umweltbundesamt sieht bereits eine „überproportional vorhandene Infrastruktur für den motorisierten Individualverkehr“, welche die sanfte Mobilität benachteiligt. Dass die Ausgaben für den Radverkehr mehr Rechtfertigung bedürfen als jene für den Kfz-Verkehr, ist sachlich nicht begründbar.

Quellen:

www.vcoe.at/service/fragen-und-antworten/radfahren-nuetzt-mensch-und-umwelt

www.vcoe.at/news/details/zahlen-und-fakten-550

www.drahtesel.or.at/melkkuehe-und-andere-mythen/